Wachsender globaler Lebensmittelbedarf verursacht höhere Preise

Steigende Lebensmittelpreise haben drastische globale Auswirkungen, wie die International Herald Tribune (IHT) berichtet. In den vergangenen Monaten haben sich die weltweiten Preise für Weizen nahezu verdoppelt, wie auch die Preise für Sonnenblumenkerne, Sojabohnen, Reis und Raps neue Höchststände erreicht haben. Der Grund für diesen Preisanstieg liegt in der weltweit erhöhten Nachfrage für Lebensmittel.
In den vergangenen Jahren sind Entwicklungsländer um durchschnittlich 7% jährlich gewachsen, und dabei haben sich neue Mittelschichten herausgebildet, die eine hohe Nachfrage nach Fleisch, Brot und Milchprodukten entwickelt haben. Diese „Globale Ernährung“, bestehend aus westlichen Lebensmitteln und Fast Food verdrängt in vielen Teilen der Welt bereits traditionelle Ernährungen. Daniel Basse, ein Analyst aus Chicago, der von der IHT zitiert wird, fasst diesen Trend in einem Satz zusammen: „Jeder möchte heute essen wie ein Amerikaner“.
Besonders für die Landwirtschaft in den entwickelten Ländern führt diese erhöhte Nachfrage zu wachsenden Einkommen. Das U.S. Landwirtschaftsministerium rechnet mit einem Einkommensanstieg der Amerikanischen Landwirte von bis zu 50% für dieses Jahr.
Die erhöhten Preise für Lebensmittel ziehen allerdings auch negative Folgen mit sich, denn höhere Preise treffen besonders ärmere Bevölkerungsschichten, und dies nicht nur in Entwicklungsländern.

Quelle
International Herald Tribune (9.März 2008)

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