Steigende Nahrungsmittelpreise

In den vergangenen Wochen kam es zu vielen Aufständen in Afrika, der Karibik, Asien und Südamerika. Die gemeinsame Forderung der Menschen war, die nach Nahrung. Vor dem Sturz des Regimes in Haiti am 13. April riefen die Demonstranten in der Hauptstadt Port-au-Prince „Wir haben Hunger“. Der Ursache dieser Aufstände ist schnell identifiziert. Hohe Nahrungsmittelpreise zwingen viele Menschen in den Hunger. Die Preise für Weizen und Reis verdoppelten sich seit 2005. Und so überrascht es auch nicht, dass vor allem die Armen dieser Welt sich erheben. Doch was verursachte diese hohen Preise?
Stimmen, wie der Spiegel, nennen mehrere Gründe, die gleichzeitig wirken. Einerseits sieht das Magazin in den steigenden Nahrungsmittelpreisen einen Vorboten des Klimawandels, der zu einem Verlust von Landwirtschaftsflächen führt.

Anderseits verstärkt der Mensch selber diese Krise. Der Boom von Biosprit führt dazu, dass viele Landwirte, auch in den Entwicklungsländern, weniger Nahrungsmittel anbauen. Verstärkend wirken sich auch verändernde Essgewohnheiten in großen Teilen der Welt aus. Die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten hat vor allem in Schwellenländern zugenommen und dieses führt dazu, dass Anbaufelder in Wiesen für die Viehwirtschaft umgewandelt werden, die größtenteils für den Export bestimmt sind. Zu diesen Bedingungen kommen letztendlich noch Spekulanten hinzu, die die Preise weiter nach oben treiben.
Wie lange diese Situation anhält ist schwer zu vorherzusagen. Sobald die Krise aber Schwellen- und entwickelte Länder erreicht, werden sicherlich Interventionen nicht auszuschließen sein, die die Preise wieder senken werden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s