Biosprit in Brasilien eine Erfolgsgeschichte

Trotz Nahrungsmittelkrise und steigende Kosten für landwirtschaftliche Güter, aus denen auch Ethanol hergestellt wird, boomt der Biosprit in Brasilien. Bio-Treibstoffe haben im größten Land Südamerikas bereits die Wasserkraft als Energieträger überholt, die immerhin ein sechstel zur Energieversorgung des Landes beiträgt, wie N-TV berichtet. Brasilien ist bereits der weltweit führende Ethanolproduzent, was zu starken Wachstumsraten in diesem Schwellenland führt. Bis 2020 rechnet die Internationale Energie-Agentur (IEA) in Paris mit einer Verdreifachung der weltweiten Nachfrage nach Bio-Treibstoffen. Derzeit wird die angebotene Menge auf ca. 40 Mrd. Liter geschätzt, die dann auf 120 Mrd. Liter steigen wird. Brasiliens Potential, so schätzt die deutsche Firma esyoil GmbH in Lüneburg, wird bei einem Viertel dieser Menge liegen.
Durch die gleichzeitige Förderung der Erdölproduktion steigt Brasilien demnach zu einem großen Energieexporteur auf. Dies lässt sich schon in den Daten des Wirtschaftswachstums ablesen, welches für 2007 bei 5,7% lag. (stefan)

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2 Gedanken zu „Biosprit in Brasilien eine Erfolgsgeschichte

  1. Die Schattenseite erneuerbarer Energien:
    Laut Greenpeace werden in Brasilien immer mehr Urwälder abgeholzt, um Platz für Sojaplantagen zu schaffen. Alleine zwischen August und Dezember 2007 wurde demnach eine Fläche von 2,4 Millionen Hektar Urwald für die geplante landwirtschaftliche Nutzung zerstört – dies entspricht in etwa der Fläche von Mecklenburg-Vorpommern. Zwar haben sich die größten Getreidehändler der Welt verpflichtet, keine neuen Flächen mehr zu roden, die Praxis sieht aber anders aus.
    Die Konsequenzen der Abholzung der Regenwälder sind bekannt: Verringerung der Artenvielfalt und beschleunigter Klimawandel.

    http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/FSSojaDieselFINAL.pdf

  2. Der Großteil der Sojaproduktion Brasiliens wird allerdings immer noch als Tierfuttermittel verwendet, wobei Deutschland und Frankreich die größten Abnehmer sind. Also heißt die Devise, weniger Fleisch essen!

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