Baikalsee erwärmt sich schneller als die Atmosphäre

Wasserkörper, wie Seen oder Ozeane, gelten als sehr reaktionsschwach, wenn es zu Temperaturschwankungen in der Atmosphäre kommt. Demnach sind diese Temperaturpuffer, die selbst den Klimawandel langsamer ablaufen hätten können. Um so seltsamer ist es nun, was die Moskau Times berichtet. Demnach hat sich der Baikalsee in den vergangenen 50 Jahren stärker erwärmt als die entsprechende Atmosphäre. Während sich diese in der Region um den Baikalsee um 0,76 Grad erwärmte, stiegen die Wassertemperaturen im See um durchschnittlich 1,21 Grad. Bisher gibt es noch keine Erklärungen für dieses Phänomen.
Die Temperaturschwankungen können sowohl auf die Eigenart des Baikalsees als auch auf den Prozess der Klimaerwärmung zurück zu führen sein. Der Baikalsee, inmitten Sibiriens, ist der tiefste und süßwasserreichste See der Erde. Die tiefste Stelle beträgt 1620 Meter und liegt direkt an einer kontinentalen Bruchstelle, welche sich jährlich um ca. 2 cm ausdehnt. Demnach könnte eine erhöhte tektonische Aktitivität für die Erwärmung verantwortlich sein. Weitere Forschungen sollen nun Klärung bringen.(stefan)

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