Zum Stande der CO2 Versenkung

Unter Mithilfe der Universität Cottbus entsteht im Brandenburgischen Ketzin ein erstes Kohlekraftwerk, welches beim Verbrennungsprozess das Klimagas CO2 abtrennt und separat speichert kann. Dieses Verfahren, das sogenannte Carbon Capture and Storage (CCS), wird als wichtig angesehen, um CO2 Emissionen, die bei der Energiegewinnung entstehen, zu verringern und damit den Klimawandel verlangsamt, wie der Spiegel berichtet.
Nach der Abtrennung, so der Plan der Wissenschaftler und der beteiligten Unternehmen, soll das gesammelte Kohlendioxid in unterirdischen Speichern gelagert werden. Bis dieses Verfahren jedoch die Marktreife erlangt, können noch gut 20 Jahre vergehen, da noch gravierende Probleme gelöst werden müssen, damit das CCS profitabel ist. Derzeit verursacht es noch zu hohe Kosten, die einen Einsatz unmöglich machen. Bei Anwendung des CCS sinkt der durchschnittliche Wirkungsgrad des Kraftwerkes von derzeit ca. 44% stark ab. Dieses führt zu einem höheren Einsatz von Ressourcen, welches zu höheren Betriebskosten führt. Der höhere Energiepreis müsste demnach vom Verbraucher getragen werden.
Doch selbst, wenn dieses Verfahren zur Marktreife kommt, bleibt die Frage, wohin mit dem abgetrennten Kohlendioxid? In Ketzin, in der Nähe von Berlin, wird auch an dieser Lösung geforscht. In 800 Meter Tiefe werden so genannte salient Aquifier, poröse Wasserleiter, angebohrt, in denen das CO2 eingelagert werden soll. Unter hohem Druck, wird dieses in das Gestein gepresst, wo es seine Endlagerstätte findet.
Kritikern, wie Greanpeace, zufolge birgt dieses Verfahren hohe Risiken, denn ein Austreten großer Mengen Kohlendioxids wäre fatal und für die Bevölkerung, die in der Nähe solcher Lagerstätten wohnt, recht gefährlich, wie der Austritt einer natürlichen Kohlendioxidblase, als Folge vulkanischer Aktivitäten, im Jahr 1986 in Kamerun zeigte. Dort erstickten hunderte Menschen, da das Kohlendioxid sämtlichen Sauerstoff für mehrere Minuten verdrängte.

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