Digitale geologische Weltkarte

Das Project One Geology, dem auch die deutsche BGR angehört, hat eine digitale geologische Weltkarte erstellt, in dem einzelne Länderkarten zusammengefügt wurden. Anlass ist der 33 Geologische Kongress, der zwischen dem 6. und 14. August in Oslo stattfindet.
Die Anwendung ermöglicht es dem Anwender, einzelne Geologische Karten, in Form von Layern zu betrachten.

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Windpotentiale im Pazifik

Energie, die aus Wind gewonnen wird, hat eine große Zukunft und kann 10-15 % des globalen Energieverbrauchs decken. Doch nicht jede Region ist geeignet für diese Energieform. Die Standorte für Windparks müssen sehr genau gewählt werden, da die Windstärke starken regionalen Fluktuationen ausgesetzt ist. Die NASA hat zu diesem Thema eine Karte mit den Windpotentialen im Pazifik und Indischen Ozean veröffentlicht. Demzufolge unterliegen die regionalen Windstärken starken saisonalen Schwankungen. Besonders in den Wintermonaten nehmen diese stark zu, wie die Abbildung verdeutlicht.

Entwicklung des Tourismus in der Antarktis

Die Unterzeichnerstaaten des Antarktischen Vertrages verabschiedeten im vergangenen Jahr in Neu Delhi, Indien, neue Richtlinien für den Tourismus in der Antarktis, der seit mehreren Jahren starke Zuwächse verzeichnet. Das Ergebnis der Verhandlungen war ein voller Erfolg für die Bewahrung des anfälligen Ökosystems und es wurden Quoten und Obergrenzen für Besuchergruppen vereinbart. Kritiker befürchten dennoch, dass es zu einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen in der Antarktis kommt und dies erhöhten Stress auf die empfindlichen Ökosysteme produziert. Dabei sind es doch gerade die Touristen und Anbieter, die ein erhöhtes Interesse an ausreichenden Schutzmaßnahmen für die ursprüngliche Landschaft haben.
Die Tourismusbranche in der Antarktis ist noch relativ jung und besitzt einen geringen Umfang. Die Zahlen der Touristen, die jedes Jahr in die Antarktis reisen, steigen stetig. So erhöhte sich die Gesamtbesucherzahl aus der Saison 2002/2003 bis zur Saison 2004/2005 von 17.500 auf ungefähr 30.000. Hauptbesucherregionen sind die Antarktische Halbinsel und das Ross-Meer. Der Fokus auf diese beiden Regionen ist bedingt durch die Erreichbarkeit dieser, da der Großteil an Touristen mit dem Schiff anreist und Infrastrukturen für weitere Verkehrsarten fehlen. Darüber hinaus ist der Tourismus nur im Antarktischen Sommer möglich, welcher einen Zeitraum von 5 Monaten umfasst.
Die Hauptaktivitäten der Touristen sind Exkursionen, Skifahren, Bergsteigen, Tauchen und Extremsportaktivitäten, wie z.B. Marathonläufe. Nach dem Erfolg der französischen Dokumentation „Die Reise der Pinguine“ ist auch das Interesse an den Pinguinbeständen stark angestiegen und viele Anbieter organisieren Touren zu deren Brutstätten.

Meeresspiegelanstieg des vergangenen Jahrzehnts

Im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird häufig der steigende Meeresspiegel genannt, der Küstenregionen bedroht. Ein Anstieg des Meeresspiegels kann auf unterschiedlicher Art entstehen. Einerseits ist ein Anstieg eine physikalische Konsequenz aus steigenden Temperaturen und der Eigenschaft von Flüssigkeiten sich bei diesen auszudehnen (thermosterischer Anstieg). Eine weitere Ursache für einen Anstieg ist das Abschmelzen der Gletscher der Hochgebirge und der Pole (eustatischer Anstieg). Ebenso können verstärkte Winde dazu beitragen, dass sich Wassermassen auftürmen.
Die beiden Satelliten Topex und Jason 1 der NASA haben nun die genauen Meeresspiegelanstieg zwischen den Jahren 1993 bis 2007 im Pazifik gemessen. Als Ergebnis lässt sich feststellen, dass es in weiten Teilen des Pazifiks zu einem Anstieg des Meeresspiegels gekommen ist. Überraschend sind die regionalen Unterschiede, die bis zu 25 cm betragen, wie Earthobservatory berichtet. Sehr stark sind diese Anstiege im Westpazifik und im südlichen Indischen Ozean.

Kolumne: Reaktionen auf den Klimawandel?

Im Rahmen dieses Blogs habe ich bereits häufiger über den Klimawandel und dessen Auswirkungen, wie schmelzende Gletscher in den Hochgebirgen oder über steigende Meeresspiegel, geschrieben. Dennoch bleibt immer die Frage offen, ob die Weltgemeinschaft Gegenmaßnahmen ergreifen soll?
Heute zeige ich, dass diese Frage eigentlich irrelevant ist, denn im Grunde spielt es keine Rolle, denn alles außer angemessen Reaktionen führt zu Szenarien, die nicht erstrebenswert sind. Nehmen wir ein einfaches Model zur Grundlage (siehe Abbildung 1), einer Matrix mit vier möglichen Konsequenzen. Als Zeilen sind die beiden Möglichkeiten, ob der Klimawandel Fakt ist, oder nicht eingetragen und als Reihen sind Anpassungen auf den Klimawandel eingetragen. Hiermit sind Gegenmaßnahmen, in Form von Einsparungen des Kohlendioxidausstoßes, eine Energiewende, etc. gemeint. Auch hier besteht die Unterscheidung, ob auf die Prozesse des Klimawandels reagiert werden soll, oder nicht. Diese einfache Sichtweise wird verwendet, um die Möglichkeiten, die entstehen, besser darzustellen. Ein weiter abgestuftes Modell wäre für diesen Rahmen einfach zu komplex. Weiterlesen

Globale Aerosolkarte

Seit 2000 untersucht das MODIS Radiometer der NASA die globalen Verteilungen der Aerosole. Dies sind feste oder flüssige Schwebeteilchen in der Luft, wie z.B. Wassertröpfchen oder Ruß. Die obere der beiden Karten zeigt die globalen Verteilung der Aerosole aus den Jahren 2000-2007 und die untere die Abweichung aus 2007 auf die Mittelwerte der obigen Karte. Die Untersuchungen werden durchgeführt, um die Auswirkungen der Aerosole auf das Weltklima zu analysieren.
Die Ursache für Aerosole sind sowohl natürlich, als auch durch den Menschen verursacht. Besonders die hohen Werte für China sind auf menschliche Ursachen, z.B. durch Abgase, zurückzuführen, während die hohen Aerosolkonzentration in Afrika durch Staubstürme entsteht. Auf der unteren Karte lässt sich gut beobachten, wie die Konzentration in den Küstenregionen Chinas stark zunahm.


Quelle: Earth Observatory

Permafrostboden in Alaska und Canada taut auf

Durch steigende Temperaturen in der Arktis sind bereits weite Meereisflächen abgeschmolzen. In den vergangenen Jahren führten diese Prozesse, vor allem in den Sommermonaten, sogar soweit, dass die Meereisdecke in diesen Monate so gering war, dass die Arktis für Schifffahrt passierbar war.
Die höheren Temperaturen, die seit 1978 um ca. 2 Grad im Jahresmittel gestiegen sind, lassen nun auch weite Flächen des Permafrostbodens in Canada und Alaska abschmelzen, wie das Science Magazin berichtet.
Wissenschaftler des National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, Colorado, haben in ihren Computermodellen nun einen Zusammenhang zwischen Rückgang des Arktischen Meereseis und einem signifikanten Temperaturanstieg über dem Land nachgewiesen. Überraschend in diesen Simulationen ist nicht der Zusammenhang von Temperaturanstieg und Abtauen des Meereis, sondern das Ausmaß der Landfläche die betroffen ist. Große Flächen von Permafrostboden drohen abzuschmelzen, besonders in den Sommer- und Herbstmonaten. Die Folgen solcher Prozesse sind ungewiss, da im arktischen Permafrost hohe Mengen an Kohlendioxid und Methan eingeschlossen sind, die bei einem Auftauen entweichen und somit den Klimawandel beschleunigen können. Neben den globalen ist auch mit regionalen Auswirkungen zu rechnen, da Straßen, Häuser und Ölpipelines direkt auf dem Permafrostboden errichtet wurden und über kein ausreichendes Fundament verfügen.