Regionalwirtschaftliche Bedeutung des HSV

Hervorgehoben

Welche regionalwirtschaftliche Bedeutung Bundesligavereine haben, verdeutlicht das Beispiel des Hamburger Sportvereins (HSV). Als einer der Topvereine der abgelaufenen Saison (4. Tabellenplatz und Qualifikation für den UEFA Cup) konnte der HSV seine Erträge seit der Saisons 2001/2002 (63 Millionen) zur Saison 2006/2007 (120 Millionen) fast verdoppeln. Die größten Einnahmeblöcke generierten die Hamburger aus dem Spielbetrieb, den TV-Einnahmen und Werbung. Der 15 Millionen „Van Der Vaart“ – Transfer zeigt jedoch, dass diese Einnahmeblöcke saisonal stark variieren können. Laut einer Studie der HSH Nordbank ist der HSV als mittelständisches Unternehmen zu klassifizieren, welcher mit seinen 100 Beschäftigten direkte Einkommenseffekte von ca. 52 Millionen Euro (Saison 2006/2007) für die Regionalwirtschaft generiert. Weiterlesen

Die USA und der Klimawandel

Nach der gefeierten Berliner Rede von Barack Obama wird deutlich, dass die Vereinigten Staaten, bei einem Wahlsieg Obamas, vor einer Wende in der Klimapolitik stehen. Unter der Regierung Bush war Amerika, als größter CO2 Produzent, nicht gewillt große Schritte zu unternehmen, um klimaschonende Technologien zu etablieren. Amerika als Klimasünder war ein beliebtes Bild hiesiger Medien. Bei einer genaueren Betrachtung erscheint dieses Bild allerdings als einseitig und verzerrt.
Auf der Ebene der amerikanischen Bundesstaaten und der Unternehmen hat sich seit 2006 viel getan. Besonders Kalifornien und New York sind im Begriff sich an die Spitze des Klimaschutzes zu stellen. Und dies nicht nur auf amerikanischer, sondern auch auf internationaler Ebene. Lehnte die amerikanische Öffentlichkeit und die Industrie in den 1980er und 1990er die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Klimawandel noch als Hirngespinst und liberale Propaganda ab, so hat sich ein gravierender Wandel dieser Ansichten seit 2000 vollzogen.
Waren noch in den 1990ern viele amerikanischen Großkonzerne in der Global Climate Coalition (GCC), einer Interessengruppe, die Werbung gegen die CO2 Senkung produzierte, organisiert, so bezweifelt heute kaum noch ein amerikanisches Multinationales Unternehmen die Erkenntnisse zum Klimawandel. Seit 1997 sind prominente Firmen wie BP, Ford und General Motors aus der GCC ausgetreten, worauf diese im Jahr 2002 ihre Arbeit entstellte.
Ein letztes Aufbäumen von Gegner einer CO2 Senkung wurde 2006 von der breiten amerikanischen Öffentlichkeit nur mit einem Kopfschütteln wahrgenommen. In einem Werbespot, finanziert vom Competitive Enterprise Institute (CEI), wurde mit dem Werbespot, „Carbon Dioxid: they call it pollution, we call it life“, geworben. Die größten Geldgeber dieser Kampagne waren Coca Cola und ExxonMobil, die mittlerweile ihre damaligen Sichtweisen revidierten und nun den Klimawandel offiziell akzeptieren.

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Chinas Handel mit Afrika

In den vergangenen Jahren ist Chinas Handelsvolumen mit Afrika stark angestiegen. Noch zu Beginn der 1990er war der Handel zwischen China und den Ländern Afrika verschwindend gering. Dies änderte sich jedoch in den letzten 15 Jahren und mit Chinas Rohstoffhunger, stieg auch das Handelsvolumen mit Afrika stark an. Aktuell liegt dieses bei über $70 Milliarden. Der Großteil dessen fällt auf den Handel mit Rohstoffen. Um diese anschaulich darzustellen, hat der IMF ein Diagramm veröffentlicht.

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Einführung in die globalen Disparitäten

Die Arte Reihe „Mit offenen Karten“ hat einen Beitrag über die Globalisierung erstellt. Der Fokus liegt dabei auf die ungleiche Entwicklung innerhalb der Länder. Vorgestellt werden, anhand von übersichtlichen Karten, unterschiedliche Entwicklungsindikatoren (BIP, HDI, GINI, etc.). Das Video gibt einen ersten Überblick über die Thematik. Wer weiteres Interesse an diesen Sendungen hat, sollt auf Youtube den Suchbegriff Mit offenen Karten eingeben. Da es die Serie schon seit fast zehn Jahren gibt, wurden schon sehr viele Themen anschaulich betrachtet. Da diese Beiträge nur einen Einblick schaffen sollen, werden abschließend noch Literaturempfehlungen gegeben.

Weitere Literaturempfehlungen
1. Atlas der Globalisierung, LeMonde Diplomatique
2. FÄßler, P., 2007: Globalisierung: Ein historisches Kompendium, Marburg: Böhlau
3. Friedman, T., 2007: Die Welt ist flach: eine kurze Geschichte des 21. Jahrhunderts, Frankfurt (Main): Surkamp

Japan vor starker Förderung der Solarbranche

Japan ist, nach Deutschland, der weltweit zweitgrößte Markt für Solarengergie und -zellen. Produzenten wie Sharp, Sanyo und Kyocera verzeichneten in den vergangenen Jahren hohe Wachstumsraten in diesem Segment. Die Japanische Regierung wird, wie Triplepundit berichtet, im August ein Förderprogramm, in Form von Steuererleichterungen, für den Erwerb von Solarzellen vorstellen, die den Anschaffungspreis für diese in den nächsten Jahren um 50% senken sollen.
Dieses Programm ist Teil der Initiative der Japanischen Regierung, zur Senkung der Kohlendioxidemissionen, die bis 2050 um 80% gesenkt werden sollen, wie der Spiegel berichtet. Außerdem steuert die Regierung durch die Förderung erneuerbarer Energien, der Tatsache entgegen, dass das Land abhängig von Energieimporten ist, da kaum Öl-, Gas- und Kohlevorkommen vorhanden sind. Des Weiteren erhofft sich die Regierung unter Ministerpräsident Fukuda die Schaffung neuer Jobs in diesem High Tech Bereich, der weltweit stark boomt. Das Vorbild hierfür ist Deutschland, in dem in den letzten Jahren mehrere tausend Jobs in den erneuerbaren Ernergien geschaffen wurden.

Siemens investiert stark in grüne Technik

Während General Electric (GE) große Erfolge mit seiner Umweltsparte feiert, möchte Siemens nun auch die aktuelle Diskussion über Umwelt- und Klimaschutz nutzen, um die eigenen Produkte aus diesem Segment besser zu vermarkten. Konzernchef Peter Löscher strebt ein jährliches Wachstum grüner Produkte, zu denen Windkraftanlagen und Hybridantriebe gehören, von 10% an. Bereits 2011 sollen diese einen Umsatz von €25 Milliarden generieren, wie das Greenpeace Magazin berichtet. Um dieses zu erreichen, hat Siemens neue Zukäufe in der Zukunft nicht ausgeschlossen.
Langsam aber sicher lässt sich mit umweltschonender Technik Geld verdienen, wie die Beispiele Siemens und GE beweisen. Besonders beeindruckend sind die jährlichen Wachstumsraten dieser Sparten in beiden Konzernen. Während Siemens Raten von 10% anstrebt, verzeichnet GE seit einigen Jahren, laut FAZ, bereits Wachstumsraten von bis zu jährlich 15%. Wie es scheint wird grüne Technologie bereits in der allgemeine Unternehmensstrategie mit berücksichtigt, denn immerhin plant Siemens damit, dass 2011 bereits ein Viertel des Konzernumsatzes durch umweltschonende Produkte erzielt wird.