Chinas Handel mit Afrika

In den vergangenen Jahren ist Chinas Handelsvolumen mit Afrika stark angestiegen. Noch zu Beginn der 1990er war der Handel zwischen China und den Ländern Afrika verschwindend gering. Dies änderte sich jedoch in den letzten 15 Jahren und mit Chinas Rohstoffhunger, stieg auch das Handelsvolumen mit Afrika stark an. Aktuell liegt dieses bei über $70 Milliarden. Der Großteil dessen fällt auf den Handel mit Rohstoffen. Um diese anschaulich darzustellen, hat der IMF ein Diagramm veröffentlicht.

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Japan verdoppelt Entwicklungshilfe für Afrika

Auf der Tokyo International Conference on African Development, die Ende Mai bereits zum fünften mal in Japan stattfand, hat die japanische Regierung ein Verdoppelung der Entwicklungshilfe für Afrika zugesagt. Die International Herald Tribune, nennt einen Wert von $4 Mrd. Entwicklungshilfe, der von Japan in den nächsten fünf Jahren in den Ländern Afrikas südlich der Sahara investiert werden soll. Japans Ministerpräsident Fukuda sieht in der Entwicklung der Infrastruktur und des Transportwesen einen Schlüsselfaktor in der Entwicklung der afrikanischen Wirtschaften, die langanhaltendes Wachstum auf dem Kontinent schaffen können.
Kritiker merken jedoch an, dass der Grund für Japans Engagement in Afrika, eine Reaktion auf die chinesische Strategie der Rohstoffgewinnung ist. Ebenso bewirbt sich Japan um einen ständigen Sitz um UN Sicherheitsrat und benötigt dafür die Unterstützung der afrikanischen Ländern.

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Robustes Wachstum in Afrika

In den vergangene Jahren haben viele Länder Afrikas den Weg der wirtschaftlichen Entwicklung eingeschlagen, wie der OECD Bericht „African economic outlook“ aufzeigt. Die OECD sieht in vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara mittlerweile positive Entwicklungstendenzen. Für das Jahr 2008 wird für Gesamtafrika eine Wachstumsrate von 5,9% (zum Vergleich: Euroraum 1,8%, USA: 0,5%, China: 8%) erwartet. Nach vier Jahren hoher Wachstumsraten, werden auch für die nächsten Jahre Wachstumsraten von mehr als 5% prognostiziert.
Hauptsächliche Wachstumsimpulse sind dabei die hohen Rohstoffpreise, relative politische Stabilität und das Engagement Chinas in vielen der Afrikanischen Staaten. Die Seattle Times sieht Afrika bereits als das neue Asien und rechnet in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit starken Wachstumsraten. Für solche Aussagen scheint es allerdings noch verfrüht, da in vielen Ländern Afrikas die politische Situation noch nicht so stabil ist, damit Investitionen in großem Maßstab angezogen werden können. Wie schmal der Grad zwischen Bürgerkrieg und politischer Stabilität ist, hat in den vergangenen Wochen die Situationen in Kenia und Simbabwe gezeigt. Wünschenswert wäre ein starkes Wirtschaftswachstum für Afrika dennoch, da der Kontinent immer noch einen Großteil der Armen dieser Welt beherbergt.

Afrika Offline

Während in den U.S.A., West Europa und in vielen asiatischen Staaten die Verbreitung von Breitbandanschlüssen in den letzten Jahren stark zugenommen hat, verharren viele Länder in Afrika in ihrem offline Status. Einzig in den Staaten in Nordafrika und in Südafrika ist eine höhere Verbreitung vorhanden. Doch besonders in den Staaten südlich der Sahara sind Internetanschlüsse rar gesät. Dies wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern, da die nötigen Investitionen in grundsätzliche Infrastrukturen ausbleiben. Weiterlesen

Chinas wachsendes Interesse an Schwarzafrika

Seit den ersten Reformen in den späten 1970er Jahren ist die chinesische Volkswirtschaft mit jährlichen Wachstumsraten von über 10% dramatisch gewachsen. Mit dem wirtschaftlichen Wachstum stieg auch die Nachfrage nach Energie und Rohstoffen. China, auf dem Weg zur viertgrößten Volkswirtschaft, ist weltweit zu einem der größten Konsumenten von Öl, Stahl, Kupfer, Kohle und Platin geworden. Dieser Rohstoffbedarf kann nur durch die Erschließung neuer Märkte gesichert werden, was dazu führte, dass China zu einem der größten Investoren in Schwarzafrika aufstieg und dabei wachsenden Einfluss auf die afrikanischen Volkswirtschafen nahm. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie groß die positive Effekte auf das Wachstum in Afrika hat. Weiterlesen