Permafrostboden in Alaska und Canada taut auf

Durch steigende Temperaturen in der Arktis sind bereits weite Meereisflächen abgeschmolzen. In den vergangenen Jahren führten diese Prozesse, vor allem in den Sommermonaten, sogar soweit, dass die Meereisdecke in diesen Monate so gering war, dass die Arktis für Schifffahrt passierbar war.
Die höheren Temperaturen, die seit 1978 um ca. 2 Grad im Jahresmittel gestiegen sind, lassen nun auch weite Flächen des Permafrostbodens in Canada und Alaska abschmelzen, wie das Science Magazin berichtet.
Wissenschaftler des National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, Colorado, haben in ihren Computermodellen nun einen Zusammenhang zwischen Rückgang des Arktischen Meereseis und einem signifikanten Temperaturanstieg über dem Land nachgewiesen. Überraschend in diesen Simulationen ist nicht der Zusammenhang von Temperaturanstieg und Abtauen des Meereis, sondern das Ausmaß der Landfläche die betroffen ist. Große Flächen von Permafrostboden drohen abzuschmelzen, besonders in den Sommer- und Herbstmonaten. Die Folgen solcher Prozesse sind ungewiss, da im arktischen Permafrost hohe Mengen an Kohlendioxid und Methan eingeschlossen sind, die bei einem Auftauen entweichen und somit den Klimawandel beschleunigen können. Neben den globalen ist auch mit regionalen Auswirkungen zu rechnen, da Straßen, Häuser und Ölpipelines direkt auf dem Permafrostboden errichtet wurden und über kein ausreichendes Fundament verfügen.

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Riesige Vorkommen Öl und Gas in der Arktis

Ein neuer Ölboom steht der Menschheit bevor. Kanadische Wissenschaftler vermuten riesige Öl und Gas Vorkommen in der Arktis, wie es der Canwest News Service berichtet. Das Potential ist gewaltig. Experten schätzen, das 400 Mrd. Barrel unter dem Permafrost Kanadas ruhen. Diese Menge entspräche der Summe, die der Nahe Osten als Reserven derzeit ausgibt. Noch ist die Förderung ein schweres Unterfangen, da hohe technische Hürden überwunden werden müssen. Aber dies bleibt nicht lange so, denn durch die Klimaerwärmung tauen weite Bereiche des Permafrostes auf und erleichtern somit die Förderung. Die Auswirkungen für die Umwelt sind nicht abzuschätzen, da besonders arktische Ökosysteme sehr fragil sind. Bleibt zu hoffen. dass in den nächsten Jahren schonende Fördertechniken umgesetzt werden. Aufgrund des hohen Ölpreises von $100 werden die Ölfirmen sicherlich auf rasche Förderung dieser Ressourcen drängen.