Weltentwicklungsbericht 2009

Der diesjährige Weltentwicklungsbericht der Weltbank wird den Titel „Reshaping Economic Geography“ haben und sich auf die Bereiche Dichte und Entfernung konzentrieren. Eine Vorabversion wird noch im Sommer veröffentlicht, während der endgültige Bericht im Oktober erscheint. Der Weltentwicklungsbericht erscheint jährlich und befasst sich mit aktuellen Entwicklungsproblemen und gibt gleichzeitig Ansätze um diese zu überwinden.

Armutsbekämpfung durch Solarenergie

Nur 20% der Welt lebt in Energiereichtum. Energie aber ist die Basis für Wohlstand und Entwicklung. In vielen Ländern Afrikas ist Strom eher die Ausnahme als die Regel. Eine Flasche mit Kerosin stellt nach Sonnenuntergang oft die einzige Lichtquelle dar. Einige Dörfer besitzen inzwischen auch Dieselgeneratoren, aber wegen der steigenden Benzinpreise ist auch dies keine hinreichende Lösung.
Dieser Umstand veranlasste Dr. Harald Schützeichel eine Stiftung für Solarenergie zu gründen. Von seinem Projekt in Äthiopien, im Dorf Rema, berichtete er letzten Donnerstag im Entwicklungspolitischen Forum des Göttinger Foyer International. Weiterlesen

Japan verdoppelt Entwicklungshilfe für Afrika

Auf der Tokyo International Conference on African Development, die Ende Mai bereits zum fünften mal in Japan stattfand, hat die japanische Regierung ein Verdoppelung der Entwicklungshilfe für Afrika zugesagt. Die International Herald Tribune, nennt einen Wert von $4 Mrd. Entwicklungshilfe, der von Japan in den nächsten fünf Jahren in den Ländern Afrikas südlich der Sahara investiert werden soll. Japans Ministerpräsident Fukuda sieht in der Entwicklung der Infrastruktur und des Transportwesen einen Schlüsselfaktor in der Entwicklung der afrikanischen Wirtschaften, die langanhaltendes Wachstum auf dem Kontinent schaffen können.
Kritiker merken jedoch an, dass der Grund für Japans Engagement in Afrika, eine Reaktion auf die chinesische Strategie der Rohstoffgewinnung ist. Ebenso bewirbt sich Japan um einen ständigen Sitz um UN Sicherheitsrat und benötigt dafür die Unterstützung der afrikanischen Ländern.

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Chinas wachsendes Interesse an Schwarzafrika

weltwärts – Tourismus oder Entwicklungshilfe?

„Lernen durch tatkräftiges Helfen“, so das Motto des Entwicklungshilfeprogramms „weltwärts“, welches von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde. Im Magazin der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe 19 vom 9. Mai 2008), wurde eine erste kritische Bewertung des Programms vorgenommen. In der Bundesrepublik Deutschland wollen immer mehr junge Erwachsenen für ein paar Monate Entwicklungsdienst im Ausland leisten, am liebsten in Entwicklungsländern Schwarzafrikas oder Asiens. Doch wen unterstützen diese jungen Helfer eigentlich? Der Autor schlussfolgert, dass sich die Freiwilligen eigentlich nur selbst einen Gefallen tun und dies seit Einführung des Programms, auf Kosten des Entwicklungshilfeétats der Bundesrepublik.
Die Intention von weltwärts ist es, allen Freiwilligen gleiche Chancen auf Mitarbeit in einer NGO oder einen Austauschpartner zu geben, unabhängig der eigenen Finanzen. Eigentlich ein lobenswerter Ansatz, aber betrachtet man nun die tatsächliche Hilfeleistung der Freiwilligen, kommen Zweifel über den Sinn des Programms auf, denn die wenigsten Freiwilligen sind überhaupt qualifiziert für die Arbeit und meist überfordert mit der Situation vor Ort. Was denn auch sonst? Man kann nicht erwarten, dass man in der kurzen Zeit des Aufenthalts einen Überblick über die Komplexität der Lage bekommt und sich null Komma nix an die neuen sozialen wie wirtschaftlichen Bedingungen anpassen kann. Letztendlich profitieren vor allem die Freiwilligen vom Programm, die zum Großteil ihren Aufenthalt als Abenteuertourismus sehen, der ihnen ferne Länder und Kulturen näher bringt. Bleibt also die Frage übrig, warum das ganze aus dem Entwicklungs- und nicht aus dem Bildungsetat gesponsert wird? (miri)

Human Development Index

Da ich im letzen Eintrag den Human Development Index erwähnt habe, möchte ich diesen kurz erklären. Dieser Index versucht seit 1990 die Entwicklung der einzelnen Nationen zu messen. Es ist allerdings nicht nur ein ökonomischer Index, sondern es wurde versucht auch soziale Komponenten zu berücksichtigen. Aus diesem Grund besteht der Index aus den Bestandteilen:

1. Lebenserwartung bei der Geburt
2. Alphabetenquote der Erwachsenen
3. Brutto-Schuleinschreibungsrate
4. Reale Kaufkraft je Einwohner

Es überrascht dabei nicht, dass Island, Norwegen und Australien die vorderen Plätze einnehmen und Bukina Faso und Sierra Leone die Schlußlichter bilden. Deutschland befand sich 2006 übrigens auf Platz 22.

Wohlfahrtsökonom Amartya Sen

Die ZEIT hat in der letzten Ausgabe einen interessanten Bericht über Amartya Sen, dem ersten indischen Ökonom, der einen Nobelpreis erhalten hat, gebracht. Der Anlass des Artikels war die Verleihung des Meister-Eckert Preis für die Verknüpfung von ökonomischen und philosophischen Einsichten. Sen, der aus Dhaka (heute Bangladesh) stammt, hat sich sein akademisches Leben über der Frage der menschlichen Entwicklung gewidmet. Zu seinen herausragenden Leistungen zählt, dass er empirisch nachgewiesen hat, dass Hunger nicht aus Nahrungsknappheit entsteht, sondern eine Folge ungerechter Verteilung ist. Sen war wissenschaftlicher der Vereinten Nationen und hat den Human Development Index mit entwickelt und herausgestellt, dass für ihn wirtschaftliche Entwicklung nicht nur durch das Bruttoinlandsprodukt gemessen wird.

Bericht: Ein Haus für Morgen

Der Verein Rumänien-Arbeitsgruppe- Hemmingen leistet Aufbauarbeit in Rumänien, in dem Kinderheime unterstützt werden, damit die Kinder in Rumäniens ärmsten Regionen eine Chance haben, ein lebenswertes Leben zu führen. Jährlich bereisen Mitglieder des Vereins Rumänien zwecks Evaluierung. Dies ist ein Bericht der letzten Reise, die Ende Oktober unternommen wurde. Weiterlesen