Meeresspiegelanstieg des vergangenen Jahrzehnts

Im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird häufig der steigende Meeresspiegel genannt, der Küstenregionen bedroht. Ein Anstieg des Meeresspiegels kann auf unterschiedlicher Art entstehen. Einerseits ist ein Anstieg eine physikalische Konsequenz aus steigenden Temperaturen und der Eigenschaft von Flüssigkeiten sich bei diesen auszudehnen (thermosterischer Anstieg). Eine weitere Ursache für einen Anstieg ist das Abschmelzen der Gletscher der Hochgebirge und der Pole (eustatischer Anstieg). Ebenso können verstärkte Winde dazu beitragen, dass sich Wassermassen auftürmen.
Die beiden Satelliten Topex und Jason 1 der NASA haben nun die genauen Meeresspiegelanstieg zwischen den Jahren 1993 bis 2007 im Pazifik gemessen. Als Ergebnis lässt sich feststellen, dass es in weiten Teilen des Pazifiks zu einem Anstieg des Meeresspiegels gekommen ist. Überraschend sind die regionalen Unterschiede, die bis zu 25 cm betragen, wie Earthobservatory berichtet. Sehr stark sind diese Anstiege im Westpazifik und im südlichen Indischen Ozean.

Kolumne: Reaktionen auf den Klimawandel?

Im Rahmen dieses Blogs habe ich bereits häufiger über den Klimawandel und dessen Auswirkungen, wie schmelzende Gletscher in den Hochgebirgen oder über steigende Meeresspiegel, geschrieben. Dennoch bleibt immer die Frage offen, ob die Weltgemeinschaft Gegenmaßnahmen ergreifen soll?
Heute zeige ich, dass diese Frage eigentlich irrelevant ist, denn im Grunde spielt es keine Rolle, denn alles außer angemessen Reaktionen führt zu Szenarien, die nicht erstrebenswert sind. Nehmen wir ein einfaches Model zur Grundlage (siehe Abbildung 1), einer Matrix mit vier möglichen Konsequenzen. Als Zeilen sind die beiden Möglichkeiten, ob der Klimawandel Fakt ist, oder nicht eingetragen und als Reihen sind Anpassungen auf den Klimawandel eingetragen. Hiermit sind Gegenmaßnahmen, in Form von Einsparungen des Kohlendioxidausstoßes, eine Energiewende, etc. gemeint. Auch hier besteht die Unterscheidung, ob auf die Prozesse des Klimawandels reagiert werden soll, oder nicht. Diese einfache Sichtweise wird verwendet, um die Möglichkeiten, die entstehen, besser darzustellen. Ein weiter abgestuftes Modell wäre für diesen Rahmen einfach zu komplex. Weiterlesen

Globale Aerosolkarte

Seit 2000 untersucht das MODIS Radiometer der NASA die globalen Verteilungen der Aerosole. Dies sind feste oder flüssige Schwebeteilchen in der Luft, wie z.B. Wassertröpfchen oder Ruß. Die obere der beiden Karten zeigt die globalen Verteilung der Aerosole aus den Jahren 2000-2007 und die untere die Abweichung aus 2007 auf die Mittelwerte der obigen Karte. Die Untersuchungen werden durchgeführt, um die Auswirkungen der Aerosole auf das Weltklima zu analysieren.
Die Ursache für Aerosole sind sowohl natürlich, als auch durch den Menschen verursacht. Besonders die hohen Werte für China sind auf menschliche Ursachen, z.B. durch Abgase, zurückzuführen, während die hohen Aerosolkonzentration in Afrika durch Staubstürme entsteht. Auf der unteren Karte lässt sich gut beobachten, wie die Konzentration in den Küstenregionen Chinas stark zunahm.


Quelle: Earth Observatory

Permafrostboden in Alaska und Canada taut auf

Durch steigende Temperaturen in der Arktis sind bereits weite Meereisflächen abgeschmolzen. In den vergangenen Jahren führten diese Prozesse, vor allem in den Sommermonaten, sogar soweit, dass die Meereisdecke in diesen Monate so gering war, dass die Arktis für Schifffahrt passierbar war.
Die höheren Temperaturen, die seit 1978 um ca. 2 Grad im Jahresmittel gestiegen sind, lassen nun auch weite Flächen des Permafrostbodens in Canada und Alaska abschmelzen, wie das Science Magazin berichtet.
Wissenschaftler des National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, Colorado, haben in ihren Computermodellen nun einen Zusammenhang zwischen Rückgang des Arktischen Meereseis und einem signifikanten Temperaturanstieg über dem Land nachgewiesen. Überraschend in diesen Simulationen ist nicht der Zusammenhang von Temperaturanstieg und Abtauen des Meereis, sondern das Ausmaß der Landfläche die betroffen ist. Große Flächen von Permafrostboden drohen abzuschmelzen, besonders in den Sommer- und Herbstmonaten. Die Folgen solcher Prozesse sind ungewiss, da im arktischen Permafrost hohe Mengen an Kohlendioxid und Methan eingeschlossen sind, die bei einem Auftauen entweichen und somit den Klimawandel beschleunigen können. Neben den globalen ist auch mit regionalen Auswirkungen zu rechnen, da Straßen, Häuser und Ölpipelines direkt auf dem Permafrostboden errichtet wurden und über kein ausreichendes Fundament verfügen.

Zum Stande der CO2 Versenkung

Unter Mithilfe der Universität Cottbus entsteht im Brandenburgischen Ketzin ein erstes Kohlekraftwerk, welches beim Verbrennungsprozess das Klimagas CO2 abtrennt und separat speichert kann. Dieses Verfahren, das sogenannte Carbon Capture and Storage (CCS), wird als wichtig angesehen, um CO2 Emissionen, die bei der Energiegewinnung entstehen, zu verringern und damit den Klimawandel verlangsamt, wie der Spiegel berichtet.
Nach der Abtrennung, so der Plan der Wissenschaftler und der beteiligten Unternehmen, soll das gesammelte Kohlendioxid in unterirdischen Speichern gelagert werden. Bis dieses Verfahren jedoch die Marktreife erlangt, können noch gut 20 Jahre vergehen, da noch gravierende Probleme gelöst werden müssen, damit das CCS profitabel ist. Derzeit verursacht es noch zu hohe Kosten, die einen Einsatz unmöglich machen. Bei Anwendung des CCS sinkt der durchschnittliche Wirkungsgrad des Kraftwerkes von derzeit ca. 44% stark ab. Dieses führt zu einem höheren Einsatz von Ressourcen, welches zu höheren Betriebskosten führt. Der höhere Energiepreis müsste demnach vom Verbraucher getragen werden. Weiterlesen

Der Klimawandel im 21. Jahrhundert

Das britische Hadley Center, welches eines der führenden Institute zur Erforschung des Klimawandels ist, hat nun eine anschauliche Möglichkeit entwickelt, die weltweiten Temperaturveränderungen im kommenden Jahrhundert darzustellen. Das Institut bediente sich Google Earth und hat einen Layer entwickelt, der weltweit Temperaturveränderungen anzeigt. Der unten verlinkte Layer muss nur mit Google Earth geöffnet werden.
Die Grundlage für diese Animation ist das Met Office Hadley Centre’s Global Environmental Model Version 1 (HadGEM1). Besonders erschreckend ist die starke Erwärmung, die in der Region Spitzbergen zu erwarten ist. Das Model berechnete hierfür Temperaturanstiege von bis zu 16 Grad. Für Deutschland werden Erwärmungen von 3-4 Grad erwartet. Natürlich haben diese Modelle immer noch Lücken, wie ich zuvor am Beispiel Antarktis berichtete, aber ein Wachrüttler sind sie allemal. (stefan)

Download der Klimaerwärmungs Layer (5 KB). Benötigt Google Earth zum öffnen!

Dem Klimawandel trotzen: Landgewinnung in Bangladesh

Kaum ein anderes Land ist so vom Klimawandel betroffen, wie Bangladesch. In der Größe vergleichbar mit Deutschland und von 150 Millionen Menschen bevölkert ist gut ein Viertel des Landes von steigenden Fluten bedroht. Wasser spielt in Bangladesch eine entscheidende Rolle, sei es nun durch die Ströme Ganges, Meghna und Brahmaputra, die das Land durchströmen und auf ihrem Weg zum Indischen Ozean wertvolle Sedimente transportieren und die Landwirtschaft mit wichtigen Nährstoffen versorgen oder durch das Meer, welches dem Menschen wichtige Nahrung bringt. Dieses System war nie besonders stabil und Bangladesch wurde im vergangenem Jahrhundert von dramatischen Fluten heimgesucht, die vielen Menschen das Leben kosteten. Weiterlesen